Familie Schoenfelder besucht sein Patenkind in Malawi

Patenreise

Die erste Begegnung voller Freude und Herzlichkeit

08.01.2016

Ein Reisebericht von Claudia und Gerald Schönfelder

Schon seit Anfang der 1990er Jahre engagieren wir uns bei World Vision durch Kinderpatenschaften. Zur Zeit betrifft das ein Mädchen in Bolivien und unser Patenmädchen Rose in Malawi. Immer mal wieder fragt man sich: „Kommt das Geld überhaupt an?” oder „Was wird damit erreicht?”. Als meiner Frau und mir nun die Möglichkeit geboten wurde, unser Patenkind in Malawi zu besuchen, waren wir gleich begeistert. Nach einigen Vorbereitungen (Impfungen, polizeiliches Führungszeugnis usw.) kam dann endlich der Tag der Abreise.

Die Reise

Nach Rail&Fly und Flug von Frankfurt – Addis Abeba – Lilongwe landeten wir mit unserer 16-köpfigen Reisegruppe in Blantyre. Am Flugplatz wurden wir vom Reiseleiter Joschka in Empfang genommen und mit dem Bus fuhren wir zu unserer ersten Lodge. Schon vor dem Abendessen klärte uns Joschka über Malariaprophylaxe und verschiedene Gepflogenheiten im Land auf. Am nächsten Morgen fuhren wir zu einem Nationalpark, wo wir in eine Dorfgemeinschaft eingeladen waren, um dort mit traditionellen Tänzen, Gesängen und Speisen unterhalten zu werden.

Familie Schoenfelder trifft die Mitarbeiter von World Vision in Malawi
Die Patenreisegruppe erkundet die Gegend in Malawi

Am nächsten Tag, nach einer morgendlichen Buschsafari, besuchten wir das Projekt Kunyinda, in welchem unser Patenkind wohnt. Die Begegnung mit Rose und ihrer Familie war ein Highlight unserer Reise. Mit welcher Freude und Herzlichkeit wir von der Familie empfangen wurden, war unaussprechlich. Die Verständigung war mit zwei Dolmetschern gut. Nach Übergabe unserer Mitbringsel bekamen wir sogar kleine, landestypische Geschenke der Familie. Danach konnten wir noch gemeinsam Mittag essen. Dieses Treffen war ein unglaubliches Erlebnis, welches wir so schnell nicht vergessen werden.

Die Patenreisegruppe besucht eine Projektschule in Kunyinda, Malawi
Die Mitglieder der Patenreise shen die Vorteile der Bewässerungsanlagen an der sprießenden LandwirtschaftDie Mitglieder der Patenreise shen die Vorteile der Bewässerungsanlagen an der sprießenden Landwirtschaft

Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch einen Staudamm, der bei einer Überflutung im letzten Jahr unterspült und weggerissen wurde. Bei diesem Damm zeigte es sich deutlich, wie wichtig entsprechendes Fachpersonal und kompetente Betreuung der Arbeiten ist. An den nächsten beiden Tagen besuchten wir zwei weitere Projekte, in denen die Patenkinder der anderen Reiseteilnehmer leben. Nach den Zusammentreffen, die ebenso herzlich waren, besuchten wir eine Schule, Spargruppen und eine Feldbau-Kooperative. Vor Ort wurden uns deutlich die Vorteile einer Bewässerung vorgeführt, wobei die Ergebnisse beeindruckend waren.

Die letzten Tage der Reise verbringen die Mitglieder der Patenreisegruppe am Malawisee

Bedanken möchten wir uns bei Jutta Meier von World Vision Deutschland, welche uns ab Frankfurt begleitete, bei Joschka Woeste, der als Reiseleiter eine äußerst umfassende Betreuung leistete, bei dem Busfahrer Lester, der uns sicher über alle Straßen und zum Teil unwegsame Strecken fuhr, und nicht zuletzt bei allen Mitreisenden. Nicht umsonst haben wir uns den Titel „Beste Reisegruppe der Welt“ gegeben.

Fazit

Das Engagement bei World Vision lohnt sich, um Hunger und Armut zu lindern und Kindern Zugang zu Schulbildung und medizinischer Versorgung zu ermöglichen.